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Tibetische Nonnen aus Kathmandu
zum ersten mal auf Tour in Deutschland
Oktober/November/Dezember 2000

Die Europäische Tournee der Nonnen

 


Hier können Sie die Aufführung der Nonnen erleben - Städte und Termine der Aufführungen!

  • Die Aufführung – Sakraler Tanz , Musik und Gesänge, die Kunst der philosophischen Debatte

  • Rituale Musik

  • Sandmandalas – Abbilder des erleuchteten Geistes

  • Die Teilnehmer

Die Aufführung

Die Nonnen des Khachoe Ghakyil Ling Frauenklosters in Kathmandu, Nepal, werden Aufführungen sakraler Tänze und Musik in Deutschland, Österreich und Holland geben. Es ist das erste Mal, daß eine Gruppe tibetanischer Nonnen in Europa auf der Bühne sakrale Tänze und Musik vorstellen und die Zuschauer mit der zentralen Rolle der tibetanischen Frauen im spirituellen Leben Tibets bekannt machen wollen.

The nuns of Khachoe Ghakyil
Masked dancer of Khachoe Ghakyil

Der Geist Tibets, das magische Shangri la, wird lebendig in den wunderschönen Kostümen und Masken der Tänze und den harmonischen Gesängen. Ein einzigartiger sakraler Tanz zelebriert das Leben  Milarepas, des großen, von allen verehrten tibetanischen Heiligen.

Gleichzeitig wird der Wandel in der tibetanischen religiösen Tradition demonstriert in den lebhaften und faszinierenden philosophischen Debatten, in denen die Nonnen ihre neu errungene geistige Freiheit feiern. Erst seit wenigen Jahren ist es Nonnen möglich, die Philosophie des Buddhismus gleichberechtigt neben den Mönchen zu studieren.

Zwei Stücke der Aufführung demonstrieren, daß sogar in den Tagen der mittelalterlichen, patriarchalischen Herrschaft in Tibet die besonderen spirituellen Qualitäten des weiblichen Prinzips im allgemeinen und die Bedeutung individueller Frauen schon immer geehrt und anerkannt waren. Dies wird besonders deutlich in der Praxis des Chöd.

The Practice of Chöd is a ritual that was traditionally performed by the famous female saint Machig Lapdrön in the eleventh century. While the KGN nuns intone haunting melodies to the accompaniment of drums and horns made of bone, this ritual symbolizes the death of the ego, as it images the offering of one’s own dead body to fearful demons. As one Tibetan master put it, "the Practice of Chöd ruthlessly severs self-centered arrogance through an understanding of the sameness of oneself and others."
Dance of the Dakinis

Chöd ist ein Ritual, das von Machig Labdrön, einer spirituellen Frau des 11.  Jahrhunderts, als Weg zur Erleuchtung besonders ausgeübt wurde. Sie ist eine der wenigen Frauen, die eine authentische Praxislinie im tibetanischen Buddhismus gegründet hat, eine Linie, die heute immer noch von vielen Meditierenden praktiziert wird. Die Nonnen intonieren die betörenden Melodien der Gesänge und begleiten sie auf Handtrommeln und aus Knochen gefertigten Hörnern. Das Ritual symbolisiert den Tod des Ego, indem es Visionen heraufbeschwört in denen der eigene  Körper furchterregenden Geistern zum Opfer dargebracht wird. Ein bekannter tibetanischer Meister sagte: „Die Praxis des Chöd macht aller selbst-zentrierten Arroganz ein Ende, indem es das Verständnis der Gleichheit von sich und anderen fördert„.

Spätere Generationen sahen Machig Labdrön als ein himmlisches Wesen (Dakini) an, ein femininer, dynamischer Ausdruck des erleuchteten Geistes.

Im Tanz der Himmlischen Wesen führen die Nonnen in prächtigen Kostümen einen wirbelnden Tanz vor, eine Ehrung und ein Lobgesang des göttlichen weiblichen Prinzips, das im tibetanischen Buddhismus durch diese Himmelswesen dargestellt ist. Nicht zufällig ist auch der Name des Frauenklosters Khachoe Ghakyil Ling, was bedeutet: „Der Platz der in Verzückung wirbelnden Himmelswesen“. Nun in ceremonial hat
Khachoe Ghakyil Nunnery Ein ganz besonderer Platz

Khachoe Ghakyil Ling ist ein Frauenkloster der neuen Generation, das im Exil errichtet wurde.

Das Kloster wurde 1986 gegründet unter der Leitung von Lama Thubten Zopa Rinpoche, als Teil des weltweiten Netzes der FPMT (Foundation for the Preservation of the Mahayana Tradition). Den Nonnen dieses Klosters wurde die Tür zu einer klassischen Ausbildung geöffnet; eine stille Revolution.  

In Tibet war den Nonnen eine volle klösterliche Ausbildung einschließlich des Studiums der Philosophie nicht zugänglich. Vielmehr war es ihre Aufgabe, die Gebete für die Kranken der Dorfgemeinschaften zu verrichten. Sie erhielten daher auch nicht die gleiche Unterstützung und Anerkennung in der Gesellschaft, die den Mönchen zukam. Seit die Frauenklöster im Exil wieder aufgebaut wurden, hat sich ein großer Wandel vollzogen. Khachoe Ghakyil ist eines von nur vier Frauenklöstern in Indien und Nepal, in dem das Studienprogramm für Nonnen zum Abschluß eines ‘Doktors der Philosophie’ führt.

Die Nonnen haben die ihnen hier angebotene Gelegenheit mit Enthusiasmus und viel Energie angenommen und zeigen, daß mit Entschlossenheit und der richtigen Unterweisung sie es mit ihren geistlichen Brüdern aufnehmen können.

Der Alltag im Kloster – Lernen, Arbeiten, Zusammenleben

Das tägliche Leben der Nonnen bewegt sich vor allem um die zwei Hauptpfeiler ihrer Ausbildung: Studium und Gebet.

Der Tag fängt schon um 4.30 Uhr mit gemeinsamen Gebeten in der Versammlungshalle an, die bis etwa 8 Uhr dauern und während dessen auch das Frühstück (trockenes Brot mit tibetanischem Tee) eingenommen wird.

Das Studium besteht neben dem regulären Schulunterricht im Auswendiglernen der Gebete und der philosophischen Texte. Neben Tibetanisch werden auch die nepalische Sprache und Englisch unterrichtet. Die meisten Schulfächer werden in Tibetanisch gelehrt.

Nach Erfüllung der zehnjährigen Schulpflicht können sich die Nonnen entscheiden, ob sie weiterhin studieren oder Arbeit im Kloster verrichten wollen. Der Tag wird abgeschlossen mit einer gemeinsamen Gebetszeremonie, gefolgt von privaten Studien, bis ungefähr 23 Uhr. Jedes Jahr nimmt das gesamte Kloster an einer zweiwöchigen Fastenklausur teil.

KG nuns playing gyalings

Im Frühjahr, nach dem Tibetanischen Neuen Jahr, sind große Ferien und Zeit, die Verwandten und Eltern in den Heimatdörfern zu besuchen. Viele Nonnen kommen von sehr entlegenen Gebieten und müssen lange Fußmärsche auf sich nehmen, um in ihre Heimat zu kommen. Für die Nonnen, deren Eltern noch in Tibet leben, ist ein Besuch sehr schwierig, da die Chinesische Regierung die Einreise von Flüchtlingen nicht erlaubt und auch schon viele dieser Flüchtlinge während eines Besuchs in Tibet verhaftet hat.

Das Kloster ist die Heimat der Nonnen; dort finden sie alles, was sie für das tägliche Leben brauchen,  von der Unterkunft über medizinische Versorgung bis zur Ausbildung. Natürlich sind die Lebensbedingungen im Kloster zum Teil noch sehr einfach und in manchen Fällen unzureichend. Da das Kloster nur über ein sehr geringes Einkommen verfügt, ist es völlig auf die Großzügigkeit seiner Sponsoren angewiesen. Es versucht, sich zusätzlich durch Veranstaltungen - wie die Europäische Tournee und das Patenschaftsprogramm - finanzielle Mittel zu beschaffen.

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